Bau des Fahrzeugunterstandes
der fertige Fahrzeugunterstand
Spritzenverband aus Trebbichau a.d.F
Restauration der Spritze
Die Spritze nach der Restauration

Geschichte des Museums

Das Museumsgebäude – eine ehemalige Schule, dann Gemeindebüro, später Kindergarten und wieder später Konsum wurde im Jahr 2000 von der Gemeinde vom Land erworben und dem Verein zur Nutzung überlassen.

Da das Gebäude  jahrelang leer stand und wie üblich jeder Restmüll hinterlassen hatte, waren wir in den ersten beiden Jahren damit beschäftigt, das Objekt zu entrümpeln und zu sanieren. Durch verschiedene Fördermittelprogramme und mit Hilfe des Arbeitsamtes konnten die Räume hergerichtet und Instandsetzungen an  Feuerwehrtechnik vergangener Feuerwehrgenerationen vorgenommen werden. 2003 wurde mit dem ersten Museumsfest das Museum eröffnet.

Der Fahrzeugbestand hat sich in den Jahren ständig erweitert. Feuerwehren, die das Museum besuchten, erinnerten sich, dass sie selber alte Technik in irgendeiner Ecke oder Scheune untergestellt hatten.  Einige Wehren holten diese Geräte vor und stellen sie hier als Leihgabe dem Museum zur Verfügung.

Im Rahmen von Arbeitsförderungsmaßnahmen konnten verschiedene Ausstellungsstücke restauriert und mit einem neuen Farbanstrich versehen werden. So wurde eine alte Handdruckspritze aus dem Jahr 1878, die uns die Stadt Köthen im Jahr 2003 als eines der ersten Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt hatte saniert. Während der Sanierungsarbeiten wurde unter Farbschichten festgestellt, dass diese Spritze früher dem Spritzenverband Trebbichau gehörte.  Als Beweis wurde uns eine alte Aufnahme mit Feuerwehrkameraden aus Trebbichau an der Fuhne zur Verfügung gestellt.

Nachdem alle Unterstellmöglichkeiten ausgeschöpft waren und die Ausstellungsobjekte teilweise im Freien stehen mussten, wurden vielfältige Anstrengungen unternommen um Fördertöpfe für den Bau eines Fahrzeugunterstandes anzuzapfen. Viele, viele Anträge liefen ins Leere. Nirgendwo passte der geplante Bau bzw. wurde als nicht förderfähig abgelehnt.

Zwischenzeitlich war Leader geboren. Der Verein hegte wieder Hoffnung und stellte einen Antrag.  Das Projekt wurde in die Leaderliste aufgenommen. Mit etwas Glück und Unterstützung des ehemaligen Gemeinderates Riesdorf hätte es im Jahr 2007 etwas werden können. Leider setzte der Gemeinderat andere Prioritäten. Der Eigenanteil für den Verein allein war zu hoch, um die Maßnahme zu finanzieren. Die Mitglieder verzweifelten dennoch nicht. Jeder Euro, der durch Spenden und Veranstaltungen in die Kasse kam, wurde gespart.

Das Jahr 2011 war das Jahr der größten Investition in der bisherigen Museumsgeschichte des Vereins.  Der Fahrzeugunterstand konnte beschafft und aufgebaut werden.

Nach mehreren Versuchen der Finanzierung einer geeigneten Unterstellmöglichkeit für die Fahrzeuge und Leitern hatten wir in der Firma Tepe einen Partner gefunden, der gemeinsam mit uns nach Lösungen suchte und uns auch finanziell unterstützte, indem er uns die Transportkosten nach Riesdorf gesponsert hatte.

Viel dazu beigetragen haben in den letzten Jahren neben der ehemaligen Gemeinde Riesdorf auch die Einwohner des Ortes, die Besucher und Gäste unseres Museums, die durch ihre Spenden in vielfältiger Form dazu beitrugen, dass wir die notwendigen finanziellen Mittel über die letzten Jahre ansammeln konnten.

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld reagierte auf unseren Fördermittelantrag Anfang 2011 positiv und genehmigte einen vorzeitigen Maßnahmebeginn. Wies uns aber gleichzeitig darauf hin, dass der Verein das volle Finanzierungsrisiko zu tragen hat, bis eine endgültige Entscheidung nach Bestandskraft des Haushaltes herbeigeführt werden kann. Andere reagierten überhaupt nicht auf unsere Anträge. Die Vereinsmitglieder verständigten sich darauf, mit dem Bau zu beginnen und soviel wie nur möglich in Eigeninitiative durchzuführen, um die Gesamtausgaben im Auge zu behalten, falls keine der beantragten Zuweisungen fließen würden.

So wurden die Fundamente mit dem Spaten eigenhängig ausgegraben, fachgerecht mit entsprechender Bewährung gegossen und der Aufbau der gelieferten Fertigteile sachgerecht ausgeführt. Monat für Monat wurde gebaut und gewerkelt. Nachdem die Halle stand, wurde die Fläche beschottert und die ersten Fahrzeuge konnten zum Museumsfest im August präsentiert werden.

Ende Juli konnten sich die Vereinsmitglieder freuen. Sie hielten den Bewilligungsbescheid in den Händen. Mit 7,5 % (1.280 Euro)  beteiligte sich der Landkreis an den Gesamtausgaben des Vereins im letzten Jahr. Die enviaM  förderte im Rahmen ihres Programms „enviaM – wir sind hier gern zu Hause“ ebenfalls für Jugendarbeit und unser Großprojekt. Weitere Spender unterstützten uns bei der Finanzierung des Museumsfestes.

Die vielen Eigenleistungen ließen es zu, dass wir für drei Seiten Stahlblech erwerben konnten. Wieder vergingen Wochenenden, wo die Mitglieder in ihrer Freizeit die Seitenwände und die Regenentwässerung anbrachten.  Der  Fahrzeugunterstand ist fertig.

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