Quellendorf

Quellendorf mit seinem Ortsteil Diesdorf, am Tor zur Mosigkauer Heide gelegen, wird von zwei großen landwirtschaftlichen Betrieben, davon einem der größten in Europa, und mehreren Handwerksbetrieben geprägt. War bis Ende des 20. Jahrhunderts das Wahrzeichen der schlanke Kirchturm in der Mitte des Ortes, von allen Zufahrtstraßen weithin sichtbar, so sind in den letzten Jahren die großen Silos der Getreidetrocknung der APH Hinsdorf e.G. und der Funkturm der Telekommunikation dazugekommen. Inzwischen ist ein Windpark entstanden, der das Ortsbild weiter prägt.

Zur Attraktivität der Ortschaft tragen die Kindertagesstätte, die Grundschule, Sportplätze und eine Arzt- und Zahnarztpraxis bei. Bereits seit 315 Jahren ist Quellendorf Schulstandort. Nach wechselvoller Geschichte gibt es jetzt nur noch die Grundschule im Ort, in der auch viele Kinder der umliegenden Orte lernen. Die jüngsten Bewohner fühlen sich in der Kindertagesstätte "Sonnenschein" behütet und betreut.

Im Jahr 2010 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 125jähriges Gründungsjubiläum. Die Entstehungsgeschichte und Dokumente von Zeitzeugen sind hiervon wie auch von vielen anderen geschichtsträchtigen Anlässen in der Heimatstube des Ortes zu besichtigen.

Viele Bewohner sind in ihrer Freizeit in den verschiedensten Sportvereinen, der Volkssolidarität, dem Geflügelverein, dem Dorfclub organisiert, welche den Zusammenhalt der Gemeinschaft fördern. Jährliche kulturelle Höhepunkte in der Ortschaft sind das Dorffest "Kleine Pfingsten" und das Osterfeuer.  

Durch die gute Infrastruktur bietet die Ortschaft beste Voraussetzungen für die Ansiedlung von Gewerbe und zum Bau von Eigenheimen.




Geschichte:

Der Ort Quellendorf hat sich im Laufe mehrerer Jahrhunderte aus einem Edelsitz entwickelt. Als Begründer gilt Richard von Qualendorf. Die erste urkundliche Erwähnung in Verbindung mit dem Fürsten Siegfried I. von Anhalt geht auf das Jahr 1265 zurück. Daraus ging der erstmals bekannte Name des Ortes "Qualendorp" hervor. Dieser wurde per Gesetz des Herzogs von Anhalt vom 10. August 1838 in Beziehung auf eine in der Nähe befindlichen Quelle in Quellendorf umbenannt

Der Ort ist als Straßendorf angelegt. In seiner Mitte befinden sich ein Anger und die evangelische Kirche umgeben vom Friedhof. Die romanische Feldsteinkirche wurde 1290 durch den Grafen Albrecht I. von Anhalt dem Orden der Deutschritter geschenkt. Besondere Merkmale der Kirche sind die Orgel mit dem wertvollen Holzgehäuse von 1763, das gotische Sandsteinportal sowie die Glocken aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahr 1796 erhielt sie einen neuen hölzernen Kirchturm in der Mitte auf dem Kirchenschiff aus Feldsteinen. 1863 wurde die Kirche zu ihrer heutigen Form um- und ausgebaut: der hölzerne Turm wurde abgebaut und innerhalb von nur neun Monaten wurde der schlanke Kirchturm an den Feldsteinbau  angebaut, die Feldsteinmauern des Kirchenschiffes wurden erhöht und erhielten 10 große Fensteröffnungen mit gothischen Spitzbögen. 1979 wurden noch einmal Umbauten im Innern und Sicherungsarbeiten an Dach und Kirchturm durchgeführt.  1955 erhielt Quellendorf für die im Ort und den umliegenden Dörfern lebenden katholischen Christen ein weiteres Gotteshaus, eine Holzkirche als Geschenk des Erzbistums Paderborn.

Neben der Kirche zählen das ehemalige Gutshaus aus dem 16. Jahrhundert und die Pfarrei, die 1707 erbaut wurde, zu den ältesten Gebäuden.

Der Ortsteil Diesdorf wird 1469 erstmals erwähnt. Der Ort liegt am Rande eines ca. 5.000 Hektar großen Waldgebietes und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderfreunde.




Wappen

Zahlen und Fakten

Ortsteile:
Diesdorf und Quellendorf  

Fläche:        2.041 ha  
Einwohner:    920 EW


Ortsbürgermeisterin:
Frau Doris Zimmermann

Büro:
Quellendorf
Schulstraße 16
06386 Südliches Anhalt 
     
Tel.: 034977/21423  
     
Sprechstunden:
nach Vereinbarung

Besucherzähler:
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