Görzig

Gemeindezentrum

Durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist Görzig stark gewachsen.
Sehenswert sind in Görzig insbesondere die alte evangelische Kirche, das Taubenhaus, das Heimatmuseum und das alte Hospital. Görzig hat mittlerweile ein frisches Aussehen erhalten. Viele Straßen und Häuser sind saniert worden.

  




Görziger Spittal

Geschichte:

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 2. Juni 973 in einer Urkunde von Kaiser Otto II. unter dem Namen "Gorizka" (im Slawischen "Bergheim" bzw. "hoher besiedelter Punkt"). Die Stelle, wo heute die evangelische Kirche steht, ist die höchste Stelle des Ortes und am längsten besiedelt. Die typisch slawische Hufeisenform des Ortskernes von Görzig ist heute noch nachzuweisen. Anhand von Funden scheint aber die Besiedelung bereits vor ca. 6000 Jahren begonnen zu haben. 

1370           Älteste Erwähnung der Kirche in Görzig
1579 Gründung der "Alten Schule" auf der Stelle des heutigen Dorfmuseums, die damit eine der ältesten Dorfschulen ist
1650 Errichtung des ersten Gutshauses 
1656 Bau des Reinsdorfer Schlosses durch Dietrich von dem Werder, der Erbherr auf Reinsdorf war und zugleich als Dichter und Übersetzer auftrat und der "Fruchtbringenden Gesellschaft" in Köthen angehörte
1686 Bau des Görziger Hospitals durch den Görziger Lehnsherrn. Zunächst wurden 8 alte Knechten und Mägden Unterkunft und Verpflegung sowie 3 Taler jährlich "Rente" gegeben 
1706 Hans Heinrich von Bodenhausen ließ ein neues Kirchenschiff errichten (ev. Pfarrkirche), da das alte Gebäude baufällig wurde; der massive viereckige Turm ist noch original von der ursprünglichen Kirche erhalten geblieben 
1720 Errichtung des jetzigen Gutshauses 
1728 Erste Erwähnung des Braunkohleabbaus im Tiefbau am südöstlichen Ortsausgang von Görzig (älteste Braunkohlengrube Anhalts); später existierten 3 Gruben, die "Hedwig", "Minna Anna" und "Alter Schacht", die z.T. bis 1928 - dem Eröffnungsjahr der Grube in Gölzau - förderten; durch den Bergbau in Görzig und später in Edderitz und Gölzau und den Bau der Zuckerfabrik in Glauzig um 1860 stieg die Einwohnerzahl sprunghaft an
1859 Bau eines größeren Hospitals ("Spittel") für die Unterbringung von 16 alten Leuten (es bestand keine gesetzliche Verpflichtung dazu!)
1860 Gründung einer "Kleinkinderbewahranstalt" (heutzutage eine KiTa) durch Pastor Mühlenbein




Zahlen und Fakten

Ortsteile:
Görzig, Station Weißandt-Gölzau

Fläche:        1.182 ha
Einwohner:    814 EW


 

Ortsbürgermeister:
Herr Dietrich-Eckehardt Kniestedt

Büro:
Görzig
Radegaster Straße 11a
06369 Südliches Anhalt  
   
 
   
Sprechstunden:
nach Vereinbarung Tel. 034975/21586

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